06.08.2026 / News

Praktikum bei SKM: Drei Fragen an Jakob Rößler

Zwischen Studium und strategischer Beratung: Im Format "Drei Fragen an …" blickt Jakob Rößler auf sein Praktikum bei SKM zurück. Er berichtet, was man für das Praktikum mitbringen sollte, wie viel akademisches Wissen sich tatsächlich anwenden lässt und mit welchen Erwartungen er in seine Zeit bei uns gestartet ist. 

1. Welche drei Eigenschaften sollte man als Praktikantin oder Praktikant bei SKM mitbringen? 

Offenheit: Offen für neue Menschen, offen für neue Inhalte und vor allem offen für einen kompletten Szenenwechsel. Normalerweise ist man einen Unialltag gewöhnt, in dem man zwischen Hörsaal, Bibliothek und Mensa pendelt. Bei SKM Consultants steigt man hingegen in einen völlig neuen Alltag ein, mit festen Strukturen, Routinen und Verantwortung. In diesem Sinne muss man offen dafür sein, in den ersten Wochen von vielem Neuen und Unbekannten umgeben zu sein. Doch mit der Zeit findet man auch in dem anfänglichen Chaos seinen Weg.

Bereitschaft zum Perspektivwechsel: Im gesellschaftlichen Diskurs kann ein und dieselbe Schlagzeile auf unterschiedlichste Weise ausgelegt werden. Auch wenn es zu Beginn befremdlich wirkt, leben Kommunikation und Public Affairs davon, sich in neue Perspektiven hineinzuversetzen. Daraus entsteht mit der Zeit auch ein besseres Verständnis dafür, wo Schwerpunkte und Erwartungen verschiedener Akteure liegen. 

Initiative: Anders als im Studium, wo Aufgaben meist klar vorgegeben sind, lebt der Arbeitsalltag davon, selbst aktiv zu werden. Man wartet nicht darauf, dass einem jeder Schritt zugewiesen wird, sondern denkt mit, stellt Fragen und bringt eigene Ideen ein. Gerade zu Beginn erfordert das etwas Überwindung, weil man den Ablauf noch nicht kennt. Doch mit der Zeit merkt man, dass gerade das eigenständige Anpacken geschätzt wird und dass aus kleinen eigenen Vorstößen oft die wertvollsten Beiträge entstehen. In diesem Sinne bedeutet Initiative nicht, alles allein zu lösen, sondern Verantwortung für den eigenen Anteil zu übernehmen. 

 

2. Konntest du das Wissen aus deinem Studium im Praktikum anwenden? 

Auch wenn die akademische Ausbildung von abstrakten Konzepten lebt, war ich doch überrascht, wie gut sich Theorie in die Praxis überführen lässt. Gerade die aus der Universität bekannten Methoden und Arbeitsweisen sind oft relevanter, als man zunächst denkt. Die Fähigkeit, Probleme zu bewältigen und unerschlossene Inhalte greifbar zu machen, spielt eine aktive Rolle – sowohl in der Wissenschaft als auch im Bereich der strategischen Beratung. 

Gleichzeitig ist ein politisches Grundverständnis ein Produkt aus Studium und privatem Interesse, das sich im täglichen Austausch mit erfahrenen Beraterinnen und Beratern zusätzlich schärft. In diesem Sinne trifft ein grobes, abstraktes Verständnis von Politik auf den tatsächlichen Arbeitsalltag und wird dort Stück für Stück konkreter.

 

3. Mit welcher Erwartungshaltung bist du ins Praktikum gestartet – und haben sich deine Erwartungen erfüllt? 

Aufgrund des Leistungsprofils von SKM Consultants und des diskreten Umgangs mit Referenzen ist eine präzise Erwartungshaltung nicht unbedingt von vornherein möglich. Doch eine klare Erwartung an mich selbst war die Professionalisierung meiner Arbeitsweise. Dazu gehörte auch, die Chancen und Risiken von Künstlicher Intelligenz aus einer Unternehmensperspektive kennenzulernen und nicht nur aus dem akademischen Blickwinkel. Und schließlich verband sich damit die Hoffnung, dass mir Vertrauen und Verantwortung entgegengebracht werden, um mich tatsächlich einbringen zu können.
 
Rückblickend haben sich diese Erwartungen weitgehend erfüllt. Die Professionalisierung kam weniger durch einzelne große Aufgaben als durch die Summe des Alltags: durch Feedback, das Beobachten erfahrener Kolleginnen und Kollegen sowie das schrittweise Verstehen, worauf es in der Beratung ankommt. Auch das Vertrauen wurde mir früher entgegengebracht, als ich erwartet hätte. Leicht unterschätzt hatte ich allerdings, wie schnell man sich in neue Themen einarbeiten muss. Genau daraus nimmt man aber am meisten mit.